Biografie
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| Der Autor ist ein Teilnehmer des Biografie-Projekts "Das ist mein Leben" der GGT. | |||||||||
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Bundesweiter Wettbewerb: 'Senioren schreiben ihre Geschichte' Ich fühle mich angesprochen, weil ich der Meinung bin, es ist noch nicht zu spät, dass Zeitzeugen erzählen sollten. Es werden weniger, die eine Zeit miterlebt haben, aus der Historiker Schlimmes dokumentieren müssen. Zum Teil sind es allerdings jüngere Menschen, die nicht wissen können, weil nicht miterlebt, wie sich das Leben in einer Diktatur, in der alles geregelt und angeordnet wird, abspielt. Mit einer Propaganda (dafür gab es ein Ministerium und einen Minister für Volksaufklärung und Propaganda) wurden die Bürger begeistert oder auch so beeinflusst, dass sie sich z.B. keine Gedanken darüber machten, dass und warum plötzlich Mitbürger verschwanden. Man sagte einfach, sie seien vielleicht umgezogen oder ausgewandert. So ist es auch wohl zu erklären, dass gegen Ende des Krieges die Teilnehmer einer Massenveranstaltung im Sportpalast in Berlin jubelten: „Ja, wir wollen den totalen Krieg!“ Heute ist man entsetzt darüber und über die schrecklichen Folgen einer solchen Massenhysterie. Vielleicht lässt sich aber eine solche Haltung auch aus der Mentalität und Eigenart der Deutschen erklären. Von den Generationen vor uns haben wir in gewissem Sinne eine patriotische Einstellung vorgelebt bekommen und wohl auch teilweise übernommen. Dazu ein Kindheitserlebnis: Im Hause der Großeltern gab es ein gesticktes Bild mit folgendem Wortlaut: „Ruft einst das Vaterland uns wieder, als Grenadier, als Landwehrmann, dann legen wir die Arbeit nieder und folgen treu der Fahne dann!“ Dieses Bild gehörte dem Urgroßvater, der den deutsch-französischen Krieg 1866, 1870/71 mitgemacht hatte. Dann brach der erste Weltkrieg 1914 - 1918 aus. (Der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II.: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche“). Wir Deutschen hatten aus dieser Katastrophe offenbar nichts gelernt. Wie sonst wäre ein zweiter Weltkrieg (1939 - 1945) möglich gewesen? Es waren doch fast alle dagegen - angeblich! Auch nach diesem bitteren Ende wurde wieder nicht aufgearbeitet, sondern verdrängt und geleugnet. Ist auch das typisch deutsch? Wie fing nun alles bei mir an? Ich bin im Jahre 1924 geboren und habe die ersten Lebensjahre -Rheinlandbesetzung und Inflation - natürlich nicht bewusst miterlebt. Älter geworden, konnte ich mich geborgen fühlen, in meinem Elternhaus gab es keine spürbare Not. Mein Vater war Beamter bei der damaligen Deutschen Reichsbahn und wir lebten in einer geräumigen Dienstwohnung. Großeltern mit einem Bauernhof in der Nähe ersparten es uns, Hunger zu leiden, große Ansprüche an Dinge des täglichen Lebens hatte man damals ohnehin noch nicht. Anders sah es aus bei meiner Freundin in der Nachbarschaft. Ihr Vater war arbeitslos und sie wohnte mit ihren Eltern und Geschwistern in einer sehr kleinen Wohnung. Es ließ sich aber herrlich auf ruhigen, sauberen Straßen spielen. Die Schrebergärtner holten sich mit Eimer, Kehrschaufel und Handfeger die „Pferdeäpfel“, dieser kostenlosen Dünger war sehr begehrt. Ich denke gerne an das „Kriegen- und Versteckspiel“, Rollerfahren und Rollschuh- laufen, „Steinchenhüpfen und Seilchenspringen“ allein oder zu dritt, Ball- und Jojospielen. Wenn ich heute an „meine Straße“ denke, sehe ich sie immer nur im Sonnenschein. Natürlich auch an das Gemeinschaftsleben mit anderen Kindern und Jugendlichen, denn ab 1933 mit der „Machtergreifung“ und „Gleichschaltung“ gab es die Hitlerjugend mit ihren Unterorganisationen. Ab dem 10. Lebensjahr gingen die Mädchen zu den „Jungmädeln“ und die Jungens zum „Jungvolk“, diese nannte man „Pimpfe“. Ab dem 14. Lebensjahr dann gab es den „Bund Deutscher Mädel (BDM)“ und die „Hitlerjugend (HJ)“. Noch nicht 10 Jahre alt, lief ich schon begeistert hinterher, wenn eine dieser Gruppen fröhlich und singend durch unser Städtchen zog. Sie wanderten und machten Lagerfeuer, gingen zum Sportplatz oder ins Freibad. Die „Heimabende“ mit Vorlesen, Steggreifspielen oder Basteln wollte ich später nicht versäumen. Zum Abschluss dieses Beisammenseins wurde immer das auch heute wieder aktuelle Lied „Kein schöner Land in dieser Zeit“ gesungen. Vor Weihnachten gab es ein Sammelwochenende für das „Winterhilfswerk (WHW)“. Wer gespendet hatte, bekam eine, in Heimarbeit im Erzgebirge hergestellte kleine Märchenfigur aus Holz. Auch gab es Sammlungen für den monatlichen „Eintopf-Sonntag“. Der in der Familie eingesparte Betrag kam der „Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV)“ zugute. Überall warben Plakate dafür - so auch später in Notzeiten die Plakate „Kampf dem Verderb“, „Räder müssen rollen für den Sieg“, „Achtung! Kohlenklau“. „Vorsicht! Feind hört mit“. Früh am Morgen kam der „Milchmann“, er brachte die frische Milch aus seiner Kanne in unsere „Milchtöpfe“ (die mit nur einem Henkel). Ebenso die neuesten Nachrichten (meistens „unter der Hand“, weil viel Wissen gefährlich werden konnte). Zweimal am Tage kam der „Briefträger“ und brachte die Post; die Marke für eine Karte kostete damals nur 0,06 RM, für einen Brief nur 0,12 RM. Als dann am 1. September 1939 der Krieg ausbrach, hatten wir Angst, aber wir mussten ja den „uns aufgezwungenen Krieg“ gewinnen. Nun wurde jede Hand gebraucht. Söhne, Männer und Väter mussten in den Krieg ziehen, die Frauen sie überall ersetzen. In den ersten Kriegsmonaten wurde alles für den „Luftschutz’“ vorbereitet und eingeübt, aber es blieb noch ruhig. Nach dem Polen-Feldzug gab es nicht die ersehnte, uns versprochene Ruhe. Die Heimat musste Luftangriffe aushalten (Reichsmarschall Hermann Göring: „Wenn auch nur eine Bombe auf Deutschland fällt, will ich Meier heißen“). Von der Front kamen immer mehr Schreckensmeldungen für die Angehörigen. Mit 17 Jahren verließ ich die Schule und ging freiwillig in den „Reichsarbeitsdienst (RAD“), ich wollte so die Jugendarbeit fortsetzen, die mir immer Spaß gemacht hatte. Ich wurde auch dort Führerin und das Leben auf dem Lande gefiel mir besser, als das in den bombenbedrohten Städten. Meine Erlebnisse im RAD. habe ich zu unserer Goldenen Hochzeit in Reimform aufgeschrieben. Es war Krieg, jeder mußte seine Pflichten erfüllen, viele ohne Murren, einige wider Willen. Ich habe meine Aufgaben immer sehr ernst genommen, wir Arbeitsmaiden waren bei kinderreichen Müttern und überlasteten Bäuerinnen sehr willkommen, da ihre Männer als Soldaten ständig in Lebensgefahr, wir bangten und warteten mit ihnen Wochen - Monate - Jahr(e). Im Lager waren wir sicher und gut aufgehoben, unsere Bäuerinnen ließen uns nicht hungern und es gab auf dem Lande keine Gefahr durch Bomben von oben. Mit Datum 21. Mai 1944 kam ins Lager Salzkotten ein Brief „An eine unbekannte Arbeitsmaid“, ich hatte vorher eine traurige Nachricht in dieser ohnehin schweren Zeit. „Fräulein Maßmann, dem sollten Sie unbedingt eine Antwort schreiben, dieser Brief darf nicht in der Belegschaft stecken bleiben. Er ist so korrekt, wir wollen uns nicht blamieren, Sie schreiben doch gern, Sie brauchen sich doch nicht zu genieren.“ Also gut - schließlich war meine Lagerführerin meine Vorgesetzte, von uns allen anerkannt, der man sich einfach nicht widersetzte. Der Matrose Knipp in Oslo hatte das Lager Salzkotten nicht vergessen, dort hatte es die nette Arbeitsmaid Martina, eine Jugendfreundin, gegeben, sie mußte viel zu früh diese Welt verlassen. Nun wurde wieder geschrieben - nach Salzkotten und nach Oslo hin und her, die Briefe wurden interessanter, länger und immer mehr. Gemeinsame Interessen waren schnell gefunden, zum Beispiel über Singen und Musik, dadurch erlebten wir schöne Stunden. Der Matrose hatte mit dem Marinechor Oslo dort im Rundfunk gesungen, jeder Tag der Arbeitsmaiden begann mit Singen, und abends ist im Lager oft gute Klaviermusik erklungen. Das Ende des grausamen Krieges hatte unseren Briefwechsel jäh unterbrochen, zum Glück hatte mein Unbekannter in einem Brief von Nachrodt gesprochen. Bange Frage: Ob wir uns wohl kennenlernen irgendwann? Wie würde sie werden, die Zeit danach, die nun begann? Viele Menschen verloren alles, sie waren ohne Hoffnung und Trost. Für meine Arbeitsmaiden und mich blieb nur der Fluchtweg in Richtung Ost. Nach einiger Zeit ließen mich meine Verwandten in Niedersachsen schweren Herzens frei, mit dem Fahrrad auf dem langen, gefährlichen Weg zu meinen Eltern nach Hagen kam ich bei Ellebrecht in der Grüne vorbei. Dort stand die Straßenbahn - Nachrodt stand deutlich an ihr geschrieben. Da ist Nachrodt? - Mein Gott, mir wäre fast das Herz stehengeblieben. Unter den Felsen „Pater und Nonne“ habe ich lange auf der Bank gesessen und überlegt: - Hingehen oder nicht? - Und dabei mein letztes Stück trockenes Brot gegessen. Ich entschloss mich: Du machst es, das ist es Dir wert! Schade, wenn alles vergebens gewesen wäre, Du machst jetzt hoffentlich nichts verkehrt! Ich fragte in Nachrodt nach einer Familie Knipp, auf der ‚Fahrbahn fußballspielende Jungen’ gaben mir den richtigen Tipp. Einer wusste es genau: „Meine Lehrerin hat öfter von ihrem Sohn, der Matrose war, erzählt, aber der ist aus dem Krieg noch nicht wieder da.“ So nah am Ziel aufgeben? So siehste aus! Plötzlich stand ich in Obstfeld 7 vor Familie Knipps Haus. „Fritz-Elmar ist zwar noch nicht da, doch wir wissen von Ihnen schon viel. Kommen Sie ‘rein!“ so Mutter Knipp - ich war an meinem ersten Ziel. Vater Knipp fuhr wieder jeden Morgen zum Dienst zur Accu nach Hagen, sobald Fritz-Elmar da wäre, würde er mir sofort Bescheid sagen. Am 22. September 1945 war es dann soweit, die Fortsetzung unserer Geschichte begann. Dazu Fritz-Elmar: „Ich möchte Dich treffen, am nächsten Wochenende komme ich in Hagen an.“ Lotte: „Das geht aber nicht, meine Eltern sind verreist, mein Bruder ist auch nicht zu Hause, weißt Du, was das heißt?“ Elmar: „Wenn das nicht geht, dann lade ich Dich eben ein, zuerst bei meinen Eltern und mir zu Gast zu sein.“ An einem Samstag im Morgengrauen ging’s los ab Hagen mit der mehr als überfüllten Eisenbahn. Vater Knipp nahm mich in Empfang, als ich am Bahnhof Einsal ankam. Mein Elmar stieg ein in diesen Zug und fuhr nach Altena, denn er hatte das große Glück, er konnte sofort wieder in seinen Beruf zum Landratsamt zurück. Mutter Knipp war wahrlich nicht zu beneiden, sie beschäftigte mich, schließlich sollte ich bis zum Mittag ruhig bleiben. Natürlich fuhr mittags kein Zug, trotzdem sollte ich ihm entgegengehen, ungefähr am Bahnübergang Einsal würden wir uns gegenüberstehen. Wie heißt es doch auf neudeutsch: Ich hatte einen „Blackout“, ich wollte doch „cool“ bleiben, hatte mir aber wohl zu viel zugetraut. In der Wirklichkeit zurück, kam sogar ein Gespräch in Gang, der Funke sprang über - so war’s, und nun kennt ihr unseren Anfang. Ein Jahr später wurde der 22. September noch mal ein wichtiges Datum, wir streiften uns Ringe an und feierten Verlobung. Am 20. Mai 1948 in Nachrodt auf dem Standesamt, schrieb ich zum ersten Mal meinen neuen Namen, es ging mir ganz gut von der Hand. Unsere beiden Väter haben wohlwollend zugesehen, unseren ersten Schritt in einen neuen Lebensabschnitt zu gehen. Auch der 21. Mai sollte noch mal eine Bedeutung bekommen, am 21. Mai 1948 feierten wir unsere Hochzeit, so hatten wir es uns vorgenommen. War das eine Zeit, war das ein Tag vor 50 Jahren, unsere fast 40 Gäste kamen zum Teil von weit her angefahren. Die meisten von ihnen hatten Naturalien gegeben, darum wollten sie natürlich gerne diesen Tag miterleben. Auch Mutti Frieda und Vati Hermann haben ihr Bestes gegeben. Allerdings war mein Vater verzweifelt: „Lasst mich lieber solange ins Gefängnis gehen“. Unsere beiden Untermieter räumten für unsere Feier freiwillig das Feld, morgens wurden zwei Zimmer ausgeräumt und geliehene Tische und Stühle aufgestellt. Durch Vaters Ausmessen mit dem Zollstock wurde zwar nicht mehr Platz gewonnen, trotzdem sind alle lieben Gäste, zwar etwas beengt, untergekommen. Komfortabler dagegen war die Fahrt zur Trauung von Hagen nach Vorhalle, die Sonderfahrt mit der Hagener Straßenbahn genossen alle. Mein Vater hatte die Idee und organisierte dieses Vergnügen, für ein bisschen Kuchen war damals ein Fahrer sogar in seiner Freizeit zu kriegen. So war das also vor 50 Jahren, als wir uns ließen trauen, Lotte im geliehenen Brautkleid, Elmar im geliehenen „Dunkelblauen (schwarz)“. Nach Valbert bei Meinerzhagen durften wir uns danach begeben, um ein paar schöne Tage im Gasthaus „Hültekanne“ zu verleben. Es war zwar eine karge, aber hoffnungsvolle Zeit, ein Männergesangverein half, dass sie eine schöne Erinnerung bleibt. Die Sänger feierten und sangen an der Theke bis zu später, oder auch früher Stund’, ich liebe dieses Lied: „Rauschen die Quellen im Talesgrund.“ Nicht immer schien für uns die Sonne, so ist das nun mal im Leben, manchmal hat es auch Regen oder gar Gewitter gegeben. Für alles wurde letztendlich eine Lösung gefunden, so kamen wir immer wieder unbeschadet über die Runden. Das also waren unsere 50 Jahre, wie bei Wilhelm Busch im „Sauseschritt“, hoffentlich habe ich Euch nicht zu sehr gelangweilt damit. Den kirchlichen Goldhochzeitstag wollen wir 7 Knipps nun auswärts verleben, in Bad Iburg in der Kirche im Schloss wird es für uns eine Andacht geben. Frau Pastorin Schmidt, die am Himmelfahrtstag den Gottesdienst hält, hat sich dankenswerterweise auch auf unsere Wünsche eingestellt. Was im Juli/August noch kommt, darauf freuen wir uns auch sehr, natürlich muss nach all’ dem eine „Goldhochzeitsreise“ her. Nach Norwegen: Anreise mit Eisenbahn, Flugzeug, dann aufs Postschiff - das wird ein Vergnügen, mit unserm Enkel Steffen, wir hoffen, dass wir auch das noch „auf die Reihe kriegen“. Wie immer, so soll es auch diesmal eine Nachlese geben. Wir sind zwar noch mittendrin - doch schon mal kurz, wie es bisher gewesen. Die Andacht an dem Tag, dem 21. Mai, war sehr schön, wie wir es uns gedacht, Frau Pastorin Schmidt hat sie, einfühlsam vorbereitet, für uns gemacht. Dazu passend Enkel Steffens Geschenk - Der Hochzeitsstrauß - ein floristisches Meisterstück, die originalgetreue Nachbildung vom alten Photo - wie liegt die Zeit doch so weit zurück! Für mehr als 3 Tage waren wir in Bad Iburg im Hotel im Kurpark zu Haus, mit hauseigenem Schwimmbad, Steffen konnte nicht genug bekommen, er wollte meistens nicht „raus“. Die Großen auch nicht, doch wir hatten ja - wie selten - viel Zeit füreinander. Die nachträglichen Feiern kommen noch, in Ruhe, und alle hübsch hintereinander. Mit Verwandten, Freunden, dem Männer-, dem Gemischten- und dem Kirchenchor, mit Nachbarn, dem Roten Kreuz und Arbeitsdienst-Senior(en). Da wird das neue Gästebuch von Familie Elmar jun. angebracht sein, unsere Familie trug sich schon mit lieben Glückwünschen ein. Die Dokumentenmappe wird auch ihren Zweck erfüllen, damit nichts verloren geht, wird es jeder Zeit zu sehen sein in praktischen Klarsichthüllen. Ach ja, ein Photoalbum, das Datum 21. 5. 1998 ist eingraviert, für schöne Bilder von diesem Ereignis, es wurde viel fotografiert. Mit der weiteren Planung geht es voran. Viele Gratulanten entsprachen unserem Wunsch und waren so nett, auch mit ihrem Geschenk wird unsere „Goldhochzeitsreise“ bestimmt komplett. Wir werden Norwegen genießen, das haben wir uns vorgenommen, beim Betrachten von Rüdigers und Marias Video-Kassette - und einem Bildband - sind wir so richtig auf den Geschmack gekommen. Was in Notzeiten begann, hat noch heute Bestand, so auch die Liebe zur klassischen Musik. Sie ist uns bis heute erhalten geblieben. Hoffentlich können wir uns noch oft gemeinsam daran erfreuen; ich möchte hiervon etwas erzählen. Mein 75. Geburtstag Dieser 11. August 1999 war ohne Frage bekannt wegen der Sonnenfinsternis mit viel Getöse und Klimbim. Für mich allerdings viel wichtiger, da an diesem Tage vor 75 Jahren ich geboren bin. Wir waren wieder in Bad Iburg am Teutoburger Wald, auch in diesem Jahr kam die Überraschung bald. Rüdiger und Maria starteten in die Ferien und auf Umwegen von Berlin über Bad Iburg nach Fehmarn und dann auf die Fähre nach Schweden. Mit Steffen, Magdalena und Elmar von nebenan fingen wir am 22. August 1999, mit den nachträglichen Feiern an. Natürlich wollte mir „unser Nachwuchs“ zum 75. eine besondere Freude bereiten. „Was wünscht Du dir? Überlege und sage es uns beizeiten“. Nicht einfach - das Geburtstagskind hat hin und her gedacht, und dann doch noch einen Vorschlag gemacht. Da wurden sie emsig, schließlich sind alle computermäßig bestens ausgerüstet und haben im Internet vieles über Beethoven aufgelistet. So schenkten sie mir ein Wochenende in Bonn, der Beethoven-Stadt, wunderbar, was diese Stadt an Angeboten zu bieten hat: Ein Konzert, nur Beethoven-Musik auf dem Programm, in der Beethovenhalle, danach Übernachtung im Hotel „Beethoven“ gleich nebenan. Mein Mann überraschte mich dann noch für den Sonntagmorgen, zu einer Matinee in der Uni Bonn zwei Karten – auch nur Beethoven-Musik – zu besorgen. So wurden die beiden Tage unvergesslich und schön zu allem passend haben wir uns das Beethovenhaus noch angesehen. |
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Mehr DetailsStand: 09.02.12
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