Negative schulische und persönliche Entwicklungsprozesse frühzeitig stoppen
Am 2. Februar 2009 beschäftigt sich der Jugendhilfeausschuss des Rates der Stadt Köln mit der Ausweitung der Schulsozialarbeit. Seit 38 Jahren stellt die kommunale Schulsozialarbeit an Berufskollegs, Förderschulen und Hauptschulen eine gelungene Kooperation von Jugendhilfe und Schule in Köln dar.
Nun plant die Stadt Köln, die Schulsozialarbeit auf weitere Hauptschulen und auf weitere Förderschulen Lernen sowie Förderschulen für emotionale und soziale Entwicklung auszuweiten. Hierfür sollen zum kommenden Schuljahr elf Stellen zugesetzt werden. Dr. Agnes Klein, Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport: „Auf diese Weise kann an allen bisher nicht berücksichtigten Haupt- und Förderschulen Schulsozialarbeit angeboten und die über Landesmittel nur eingeschränkt versorgten Hauptschulen mit ganzen Stellen ausgestattet werden!“. Bis zum Jahr 2010 soll das Angebot von Schulsozialarbeit auch auf Grundschulen für Kinder mit besonders hohem Förderbedarf ausgeweitet werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die Grundschulen gerichtet, die bereits „gemeinsamen Unterricht“ (GU) für Kinder mit einer Behinderung anbieten oder planen. Hierfür werden Zug um Zug weitere elf Stellen zugesetzt. Die Schulsozialarbeit setzt auf Prävention, um erfolglose Schulkarrieren zu vermeiden, negative schulische und persönliche Entwicklungsprozesse schon in der Entstehungsphase zu stoppen und eine Umorientierung einleiten zu können. Phänomenen wie Gewalt, Arbeitslosigkeit, Sucht, Schulversagen, dissoziales Verhalten etc. kann dadurch vor Ort – in Kooperation mit der Schule – direkt begegnet werden. Im Rahmen einer „aufsuchenden Sozialarbeit“ wird hierbei das persönliche, schulische und familiäre Umfeld der Schülerinnen und Schüler einbezogen. Schulsozialarbeit stärkt die Vernetzung schulischer Arbeit mit den Angeboten außerschulischer Partner, wie zum Beispiel dem Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD), beratenden Diensten, Ämtern oder Freizeiteinrichtungen. Die Verwaltung will die Beschlussvorlage am 10. Februar 2009 dem Rat vorlegen.













