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Henkel-Preis der Diana

Spitzenrennen- Klassiker findet seit 152 Jahren weltweit Beachtung

Von Dr. Egon Schlesinger
Der Preis der Diana, das wertvollste und höchstdotierteste Stutenrennen über 2200 m blickt auf eine lange Geschichte zurück. Er wurde zum ersten Mal 1857 in Berlin-Tempelhof ausgetragen. Das Rennen gehört damit als "Krönungslauf" der dreijährigen Stuten zu den traditionsreichsten Wettbewerben des Turfjahres. Seit 2006 präsentiert die Fa. Henkel das hochkarätige Sportevent auf der Galopprennbahn auf dem Düsseldorfer Grafenberg. Das zulässige Maximum von 16 Pferden war bei der diesjährigen 152. Austragung an den Start gekommen, darunter aus England Hibaayeb vom weltberühmten Godolphin-Team, geritten noch dazu vom "Weltmeisterjockey" Frankie Dettori. Als deutsches Pendant zum französischen Prix de Diane und den englischen Oaks findet das Rennen weltweit Beachtung. Der Preis ist nach Diana (Artemis), Göttin der freien Natur, Fruchtbarkeit und Reinheit, benannt.
Düsseldorf, Fotos (C) Andrea Matzker. 

HenkelHenkelHenkelHenkelZur 152. Auflage der Veranstaltung trafen sich auch in diesem Jahr die besten dreijähren Vollblut-Stuten aus dem In- und Ausland zur Prüfung in diesem Europa-Gruppe-I-Rennen, der höchsten Wettkampfklasse. Auf einer Streckenlänge von 2.200 Metern wurde auch um  400.000 Euro Preisgeld und 250.000 Euro Prämien, so viel wie bei keinem anderen Stutenrennen in Deutschland, gekämpft. Da es sich um ein Rennen für ausschließlich dreijährige Stuten handelt, hat jede Teilnehmerin nur einmal im Leben die Chance, den Henkel-Preis der Diana zu gewinnen. Die Siegerin avanciert unmittelbar zu einem vierbeinigen Star im Millionenwert. Bereits  jeweils im Juni des Vorjahres müssen Besitzer und Trainer gemeinsam die äußerst schwierige Entscheidung treffen, ob eine Nennung für den Henkel-Preis der Diana abzugeben, lohnenswert ist. Die Nenngebühr beträgt 6.000 Euro. Wer sich nicht rechtzeitig anmeldet, kann später nur für zehn Prozent der Preisgeldsumme, also 40.000 Euro, zusätzlich nominiert werden, wie im Fall von Hibaaeyb. Doch statt eines Sieges der hochgehandelten Favoritinnen Isantha, Elle Shadow oder Hibaayeb führte der Kölner Jockey Terence Hellier mit  einem Klasseritt vor 21.000 Zuschauern die 163:10-Außenseiterin Enora von vorletzter Position bis zum Sieg und bescherte damit  Ex- Jockey und Neu-Trainer Torsten Mundry sowie dem Gestüt Röttgen  einen Top-Sieg, der insgesamt 371450 Euro der das Gestüt Röttgen in Köln seit Jahren betreibenden Mehl-Mühlens-Stiftung,  einbrachte. Der letzte Sieg beim Diane-Rennen gelang dem Gestüt 1981 mit der Stute Anna Paola weswegen die Freude bei Dr. Günter Paul, dem Präsidenten der Mehl-Mühlens-Stiftung an diesem Tag grenzenlos war, zudem  Enora  aus der Zucht des Gestütsmeisters Frank Dorff  stammt. Enora zählt zum ersten Jahrgang, den er verantwortet. Die Fotos zeigen Evelyn Krause mit  Blumen und einer traumhaften Hut-Création aus Kiel  und Dr. Günter Paul, Enora mit Terence Hellier und Dr. Günter Paul,  die beiden Letzteren bei der Siegerehrung sowie Düsseldorf's Oberbürgermeister Dirk Elbers mit Gattin.


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