Die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung war einziger und wichtigster TOP auf der Mitgliederversammlung des "FORUM Wahner Heide / Königsforst" unter Vorsitz des früheren Kölner Regierungspräsidenten Hans Peter Lindlar im künftigen "Heideportal" Forsthaus Steinhaus am 29.3.2011 in Bergisch Gladbach. Seit dem Juli 2009 existiert das "Forum Wahner Heide / Königsforst" als eingetragener Verein. Es verbindet 23 Mitglieder, darunter die Städte Köln, Bergisch Gladbach, Siegburg, Troisdorf, Lohmar und Rösrath, den Rheinisch Bergischen Kreis und den Rhein-Sieg-Kreis. Hinzu kommen die großen Naturschutzverbände NABU, BUND und LNU, der interkommunale Arbeitskreis Wahner Heide, das Bündnis Heideterrasse, der Flughafen KölnBonn, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (Naturerbe GmbH), die Bundesanstalt für Immobilien, der Landesbetrieb Wald und Holz, die Bezirksregierung Köln und der Bundesminister der Verteidigung.Was haben sie gemeinsam, was bringt sie alle zusammen? Antwort: Das Regionale 2010-Projekt "Portale zum Naturerbe Wahner Heide und Königsforst". Ziel ist es, die Besucherinformation für diese Schutzgebiete unter einem Dach zu bündeln. Herzstück sind dabei vier Besucherzentren, die sog. "Portale", von denen eines das Forsthaus Steinhaus ist und die übrigen drei werden in Trosidorf (Burg Wissen), in Rösrath (Turmhof) und auf Gut Leidenhausen (Köln-Porz) entstehen.Bei der Trägerschaft und der Unterhaltung dieser Portale wird die Zusammenarbeit zwischen den kommunalen Körperschaften, den Naturschutzvereinen, den staatlichen Dienststellen und den privaten Gesellschaften dauerhaft und beispielhaft sein. Das ehrenamtliche Engagement bei dem Betrieb der Besucherzentren wird eine herausgehobene Rolle spielen. Dazu wurden drei Portalvereine gegründet, in Trosidorf auf Burg Wissem betreibt die Stadt das Portal selbst mit Unterstützung mehrerer Vereine. In diesem Jahr 2011 folgen die Eröffnungstermine und Spatenstiche im Projekt "Schlag auf Schlag":am 12. April wird am Turmhof in Rösrath der erste Spatenstich erfolgen. Das Portal Steinhaus wird am 17. Juni 2011 eröffnet und in Betrieb genommen werden. Burg Wissem in Troisdorf wird am 24. / 25. September folgen. Gut Leidenhausen wird, so hoffen die Beteiligten, die Bauarbeiten im 4. Quartal dieses Jahres aufnehmen.Die Information der Besucher in den vier Zentren soll durch eine Ausstellung interessant und abwechslungsreich gestaltet werden. Sie wird einen Grundteil haben, der an vier Standorten gleich ist und einen speziellen Teil, in dem sich jedes Portal unter einem Motto meinem Thema auseinandersetzt: Gut Leidenhausen "Natur ist anders" - Kontrast. Burg Wissem "Natur erzählt Geschichte(n)", Turm : "Natur lebt - Dynamik" und das Steinhaus "Natur nutzt - Ressource.Vom schon weit gediehenen Baufortschritt des Besucherzentrums Steinhaus in Bergisch Gladbach können man sich schon heute bei einem Rundgang selbst ein Bild machen. Jörg Fillmann vom Landesbetrieb Wald und Holz, verantwortlich für dieses Projekt, wird die Führung übernehmen.Aber nicht nur damit befaßte sich die Mitgliederversammlung des FORUM: es geht auch um ein Informationssystem, das die Besucher ( mehr als 2 Mio. Anrainer im Ballungsraum Köln) auch außerhalb der Portale , in der Fläche informiert und leitet. Dazu müssen zunächst die notwendigen Informationen beim Zutritt in das Gebiet gebündelt werden, denn schließlich soll kein "Schilderwald" entstehen. In der Fläche selbst sollen die Bürgerinnen und Bürger ebenfalls Informationen zu schutzwürdigen oder einfachen nur schönen und wichtigen Details erhalten. Das kann mit traditionellen Mitteln wie z.B. Info-Tafeln aber auch mit digitalen Medien wie Smartphones geschehen, die auf webbasierte und gps-gesteuerte Datenbanken zurückgreifen. Mit diesen Fragen befaßte sich am 28.3. und am Vormittag des 29.3. ein vom Forum veranstalteter Workshop der Fachleute unter der Leitung des Planers Prof. Dr. Frank Lohrberg (RWTH Aaachen ), dessen Ergebnisse in einen Förderantrag an die Bezirksregierung Köln einmünden sollen.Weiter plant das Forum die Herausgabe einer Karte für Besucher, die dann der Standard für die Besucherinformation im Gebiet werden soll.













