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NRW: Massiver Drehtüreffekt in der Psychiatrie

Von TKK

In NRW muss fast jeder dritte Patient, der nach einer Depression oder Schizophrenie aus einer psychiatrischen Klinik entlassen wurde, relativ kurzfristig erneut in die Klinik. Auch bundesweit liegt dieser Drehtüreffekt bei rund 31 Prozent, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) auf Basis eigener Daten heute in Düsseldorf mit. Im Rahmen von Verträgen zur integrierten Versorgung konnte die TK mit ihren Partnern in NRW deutlich bessere Werte erzielen. So sank in den neun Vertragskliniken die Wiederaufnahmequote bei depressiven oder schizophrenen Patienten von 33 auf 19 Prozent.

Insgesamt wurden 2009 in NRW rund 270.000 Fälle mit einer psychischen Diagnose in vollstationärer Behandlung registriert. Die durchschnittliche Verweildauer lag bei 22 Tagen. Für jeden Patienten stellten die Kliniken den Kassen täglich im Schnitt 220 Euro in Rechnung.

Neben dem Ausbau der integrierten Versorgung setzt die TK große Hoffnungen auf die Einführung von Fallpauschalen für psychiatrische Behandlungen ab 2013. "In den Akutkliniken haben die Fallpauschalen zu deutlich mehr Transparenz und Effizienz geführt. Wir sind optimistisch, das diese Effekte auch bei den psychiatrischen Kliniken eintreten werden", so Christian Elspas, Sprecher der TK in NRW.

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