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Die Gummibandligatur

Vor allem Hämorriden im Stadium zwei lassen sich mit der sogenannten Gummibandligatur gut entfernen. Dabei wird in den Enddarm ein Metallröhrchen eingeführt, an dem eine kleine Kamera befestigt ist. Über einen Monitor erkundet der Arzt die Lage und Größe des verdickten Gewebeknotens im Hämorridal-Polster. Anschließend setzt er über das Metallröhrchen einen kleinen Stab auf die Hämorride, erzeugt ein Vakuum und kann dann einen winzigen Gummiring über das Gewebe streifen. Der Gummiring schnürt den verdickten Hämorriden-Knoten ab. Die Blutzufuhr wird unterbunden. Nach einigen Tagen fällt der Gewebeknoten mit dem Gummiring ab und wird ausgeschieden. In der Regel ist das ein völlig schmerzfreier Vorgang. Es kann allerdings zu Schmierblutungen kommen. Sollten beim Abfallen der abgeschnürten Hämorride starke Blutungen auftreten, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. In manchen Fällen sind mehrere Behandlungen nötig, ehe sich ein Erfolg einstellt.

Die Gummibandligatur hat eine hohe Erfolgsquote hat, ist international anerkannt und in anderen Ländern die gängige Form der Hämorridenbehandlung. In Deutschland wird sie vergleichsweise selten angewendet.
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