Prominentengräber in Wien - Berlin und Köln

Die Stars der Ufa-Zeit oder von den Bühnen, waren längst nicht dem Publikum so nahe, wie es heutzutage der Fall ist. Glanz und Gloria fand nur in den Großstädten statt. Man hat um sie geweint, gebangt, mit ihnen gelitten. Aber man hat auch über die Komik mancher Schauspielerinnen und Schauspieler Tränen gelacht. Sie waren Publikumslieblinge, Schwarm vieler Männer und Frauen. Nach ihrem Ableben gaben ihnen nicht selten, hunderte von Menschen das letzte Geleit. Doch die Zeit vergeht und damit auch die Erinnerung, denn nur selten ist etwas auf Erden für die Ewigkeit.
Es gibt Städte, die prominenten Künstlern so genannte Ehrengräber errichten. Besonders hervorzuheben, weil hier auch gleich eine zusammenhängende Fläche Ruhestätten für Prominente bietet, ist der Zentralfriedhof in Wien. Dieser sehr große Friedhof ist ohnehin ein Kulturdenkmal. Viele Schauspielerinnen und Schauspieler, Komponisten, Politiker usw. fanden hier ihre letzte Ruhe. Zu den auffallendsten Ruhestätten gehört die des Schauspielers Curd Jürgens, (Foto oben rechts).
Auch der Waldfriedhof in Berlin ist Ruhestätte für zahlreiche Prominente und dieses gilt auch für den Friedhof Melaten in Köln.
Willy Millowitsch (Foto oben links) hat seine Ruhestätte auf dem Friedhof Melaten gefunden. Ganz in seiner Nähe, sein Freund, der Schriftsteller Heinz Günther Konsalik.
Berlin und die Ufa gehören zusammen, ebenso befinden sich die großen und bedeutenden Bühnen in dieser Stadt. Ein Großteil der Schauspielerinnen, Schauspieler und auch der Komponisten, lebte in dieser Weltstadt. Auf dem Waldfriedhof fanden viele der Künstlerinnen und Künstler, ihre letzte Ruhestätte. Zu den unvergessenen Künstlern gehören zum Beispiel auch Viktor de Kowa.Besonders in Erinnerung ist eine der größten Schauspielerinnen Deutschlands, Tilla Durieux. Ihre eher schlichte Grabstätte befindet sich ebenfalls auf dem Waldfriedhof.
Viele Besucher sind enttäuscht, wenn sie vor den Gräbern stehen. Viele wirken einfach nur schlicht, sehr schlicht, andere sogar ungepflegt. Doch es ist in der Tat auf allen Friedhöfen festzustellen, dass Glanz und Gloria, wie zu Lebzeiten nicht nur fehlen, es weht eine Spur der Vergessenheit über die Gräber. Und da spielt es keine Rolle, auf welchem der drei Friedhöfe man vor Prominentenfriedhöfen man steht.
So berichtete mir eine Frau vor dem Grab einer sehr bekannten und beliebten Schauspielerin auf dem Waldfriedhof, dass hier oft Besucher eher Hand anlegen, als es von familiärere Seite oder von der Verwaltung gemacht würde. Dieses unterstreicht meine Einstellung, wenn ich in Traueranzeigen und Nachrufen von einem "ewigen Gedenken" lese. Was wissen wir von der Ewigkeit? Es scheint, dass sie für manche familiären Kreise, wie auch für offizielle Stellen schnell nach einer Beisetzung endet. Ich selbst vermeide auch in Kondolenzschreiben solche Begriffe, wie das des ewigen Gedenkens.
So schauen Sie aus, die Grabstätten der Leinwandstars, Bühnenhelden, Komponisten Kabarettisten oder auch Politiker.
Zentralfriedhof, Wien:
Waldfriedhof Berlin:
Links: Grabstätte Tilla Durieux, Mitte: Grabstätte Eduard Künecke Rechts: Grabstätte Viktor de Kowa,
Friedhof Melaten, Köln
Oben: Grabstätte Willy Millowitsch, Mitte: Grabstätte Gunter Philipp, Rechts: Grabstätte Willy Birgel
Das Sterben gehört zum Leben und Friedhöfe und zeigen auch ein Stück Kultur. Daher gehört für mich ein Besuch auf einem Friedhof dazu. Natürlich ist dieses nur ein Bruchteil jener Prominentengräber, die es auf den jeweiligen Friedhöfen gibt. Bei den Prominentengräbern stelle ich ich fest, dass die Unvergänglichkeit sich sehr häufig nur in den Bühnenstücken, Filmen oder in den Biografien der Lexika wiederfindet.
Fotos: © Edmond Frederik




























