Der Verlag hat den Umzug in ein Industriedenkmal nach Köln-Mühlheim erfolgreich abgeschlossen
Die Erfolgsstory der Bastei Lübbe GmbH, die im Januar 2010 den Verlagssitz von Bergisch Gladbach nach Köln verlegt hat, begann im Jahre 1950 in Köln. Es ist die Geschichte einer ideenreichen Gründerpersönlichkeit, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in bescheidenen und entbehrungsreichen Anfangsjahren aus einem kleinen Romanheft-Verlag einen der großen Buchverlage geschaffen hat.
Fotos von (C) Andrea Matzker. 


Der Osnabrücker Feuilletonredakteur Gustav Lübbe und seine Frau Ursula hatten sich 1950 mit ein wenig erspartem Geld an einem kleinen Kölner Verlag beteiligt. Die Sache lief anders als erwartet. Um das Geld zu retten, gab er 1953 seinen sicheren Posten beim osnabrücker tageblatt auf und übernahm den bastei-verlag ilse tormin, der eine Romanheftserie herausbrachte und fortan bastei-verlag gustav H. LÜBBE hieß. Samt Familie und Verlag übersiedelte er nach Bergisch Gladbach, u.a. auch wegen des günstigeren Steuersatzes. Die Belegschaft in der inzwischen legendären fensterlosen Garage bestand aus 2 Personen, dem Verleger und seiner Frau Ursula. Die Erfolgsstory nahm ihren Lauf. Aus dem Zweipersonen-Betrieb, der fortan Bastei Verlag Gustav H. Lübbe hieß, wurde die international renommierte Verlagsgruppe Lübbe, die seit Januar 2010 unter bastei lübbe firmiert.Die ersten Erfolge brachte Jerry Cotton, die inzwischen erfolgreichste Krimi-Serie der Welt, die erstmals 1954 erschien und inzwischen eine Auflage von über 950 Mio. erreicht hat. 1963 wurde der Gustav Lübbe Verlag gegründet. Zu archäologischen Titeln und zahlreichen historischen und kulturgeschichtlichen Büchern und Bildbänden gesellte sich bald die Unterhaltungsliteratur: historische Romane, Thriller, Fantasy, Frauenliteratur und Gesellschaftsromane. Bastei Lübbe Taschenbücher gibt es ebenfalls seit 1963. Bekannte Autoren wie David Baldacci, Andrea Camilleri, Andreas Eschbach, Rebecca Gable, Arnaldur Indridason, Jean-Christophe Grange, Wolfgang Hohlbein, Kerstin Gier, Wolf von Lojewski, Philipp Vandenberg und viele andere schreiben seit vielen Jahren mit großem Erfolg für Lübbe. Die größten Erfolge brachten Ken Follett und Dan Brown. Der Verlag, der heute zu den wenigen großen konzernunabhängigen Buchverlagen in Deutschland zählt und der größte Belletristikverlag in Nordrhein Westfalen ist, wurde seit Beginn als Familienunternehmen geführt. Daran hat sich auch nach dem Tode seines Gründers Gustav Lübbes im Jahre 1995 nichts geändert.Sein Sohn Stefan Lübbe, MBA, führt als Verleger das Lebenswerk seines Vaters fort. Der gelernte Betriebswirt sammelte bereits während seines Studiums in den USA Erfahrungen in verschiedenen Verlagen und in unterschiedlichen Bereichen des eigenen Verlagshauses. Er betont, dass - vor aller organisatorischen Effizienz - das Talent von Autoren, die Attraktivität von Stoffen und der Zugang zu möglichst vielen Formen der Verwertung sowie motivierte und kreative Mitarbeiter für einen Verlag das Wichtigste sind. Hier sieht er die Verlagsgruppe auch für die kommenden Entwicklungen gut gerüstet:: „Eine unserer Stärken ist das gute, vertrauensvolle und familiäre Verhältnis zu unseren Autoren." Er sei überzeugt, dass sich ein mittelständisches Unternehmen wie die Verlagsgruppe Lübbe gegen die großen Konzerne behaupten kann: „Unser Vorteil ist gerade die Tatsache, dass wir ein konzernunabhängiges Familienunternehmen sind. Wir können schneller am Markt reagieren, weil bei uns kein überladener Verwaltungsapparat im Hintergrund steht." Die Fotos zeigen die Gastgeber Stefan und Ursula Lübbe, Gudrun Landgrebe, Erfolgsautor Ken Follett mit Bürgermeisterin Angela Spizig sowie HA Schult und Lothar Menne.













