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Ausstellungseröffnung „Falling Leaves“

Torhaus Nord der Kölner Flora

Pressefotografin und SOL-Redakteurin Andrea Matzker zu ihrer Ausstellung in der Kölner Flora: 26. August bis 31. August 2010

AusstellungseröffnungEs handelt sich um eine wirklich kleine Veranstaltung im Torhäuschen Nord der Kölner Flora, direkt am Eingang zum Park derselben, Alter Stammheimer Weg. Sie heißt mit Bedacht "Falling Leaves“ in Anlehnung an das unsterbliche Chanson „Les feuilles mortes“ oder „Autumn Leaves“. Die sogenannten "fallenden Blätter" sind nicht nur die, während eines einstündigen Sonntagsspaziergangs genau zum Herbstbeginn des vergangenen Jahres spontan aufgenommenen Farbphotos, sondern auch die Blätter, Papiere und Zeugnisse aus den bedeutendsten Schätzen des Historischen Archivs der Stadt Köln. Wie mir dessen Leiterinnen, unter anderem Frau Dr. Letha Böhringer, mitteilten, bin ich wahrscheinlich die einzige Person, die diese unwiederbringlichen Fotos aus Anlass der Ausstellung zum 150. Jubiläum des Archivs im August 2007 gemacht hat und besitzt. Damals war leider, laut Frau Dr. Bettina Schmidt-Czaia, kein Geld für einen Katalog zur Ausstellung vorhanden, und die hausinternen Fotos zur Ausstellung befanden sich auf einem beim Einsturz leider unrettbar völlig vernichteten Computer. So suchte ich nach einem kleinen aber vor allem würdigen Rahmen, um diese Abbildungen der Schätze einem interessierten Publikum zu zeigen und wählte in diesem Zusammenhang die "Kunst im Torhaus" der Kölner Flora. Ich nahm diese kostbaren Zeitzeugnisse einzig und allein nach eigenem Gusto auf, weil mir die Ausstellung damals so gut gefiel. Da mein größtes Interesse normalerweise immer zuerst der Musik gilt, lichtete ich einige Originalphotos und Partituren von Jacques Offenbach ab, von denen mir Professor Georg Quander mitteilte, dass sie wahrscheinlich zerstört sind. Auch fotografierte ich viele zauberhafte Zeichnungen und Karikaturen, und nehme an, dass Sie sich - auch trotz der tragischen Situation der Originale - freuen würden, diese Raritäten zu sehen. Selbstverständlich befinden sich auch hoch bedeutsame Urkunden und Goldbullen unter den Ablichtungen. Diese Ausstellung war damals nur für wenige Tage zu besichtigen, da besonders die „Papyri“ nicht lange dem Tageslicht ausgesetzt werden durften, was natürlich heute, im Angesicht der aktuellen Umstände, recht makaber klingt. Ganz bewusst auf "altmodische" Art und Weise erstellte ich von diesem Fotomaterial zwei Collagen, die eine mit Zeichnungen, Urkunden und Schriften, und die andere mit Fotos von diesem Ereignis, von denen ich die erste als Einladungskarte zur neuerlichen Ausstellung benutze. Ich entwarf sie im Alleingang mit Erlaubnis des Archivs und ließ eine recht große Anzahl davon auf eigene Kosten als Kunstkarte drucken. Gerne würde ich auch ein Buch oder einen Kalender damit bestücken. Damit ein weiteres Objekt restauriert werden kann, stelle ich die Karten gerne dem Archiv zur Verfügung. Seien Sie also herzlich eingeladen zu dieser kleinen Philosophie des Papiers!


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