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Pflegenotstand - Von der Ökonomie des Sozialen

WDR 5, 07.09.2008, 11.05 - 12.00 Uhr (Sendereihe) Wiederholung: Montag, 8. September 2008, 20.05 – 21.00 Uhr

2050 werden zwei Drittel unserer Gesellschaft über 65 Jahre alt sein. Schon jetzt arbeitet das deutsche Gesundheitssystem an der Grenze zur Überlastung. Berichte über unzumutbare Zustände in Alten- und Pflegeheimen häufen sich. Heimpatienten wurden vernachlässigt, misshandelt oder sogar getötet: Sonthofen, Wachtberg und die Berliner Charité sind zu traurigen Synonymen für Tötungsexzesse im Pflegezusammenhang geworden.

Sind sie als Untaten verwirrter Einzeltäter abzuhandeln oder sind sie vielmehr ein Ausdruck struktureller Defizite in der Arbeitsorganisation, provoziert durch den enormen ökonomischen Druck auf die Pflegedienste? Wer sind eigentlich die Menschen, denen wir unsere Eltern und Großeltern anvertrauen, denen wir vielleicht eines Tages selbst anvertraut werden?

In Gesprächen mit Pflegern und Gepflegten, mit Krankenkassenvertretern, Wissenschaftlern, Heimbetreibern und Politikern zeichnen die Feature-Macher Leonhard Koppelmann und Robert Steudtner ein Bild vom Zustand der Pflege in Deutschland. Ein Bild, das auch von systematischer Vernachlässigung, Einsamkeit, Überforderung und tödlicher Aggression erzählt. Und immer wieder um die ökonomischen Zwänge in der Pflege kreist.

Pflegenotstand
Von der Ökonomie des Sozialen
Ein Feature von Leonhard Koppelmann und Robert Steudtner
Produktion WDR/DLF 2008
Redaktion Annette Blaschke


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