Leidenschaft für das Politische und "Moralität" statt tagesaktueller Einwürfe prägen Hermann Hesses Beiträge zu politischen Fragen zwischen den Jahren des Ersten Weltkrieges und der jungen Bundesrepublik. Sein großer Nachhall bei den Nachgeboren, unter anderem in der Hippie-Kultur, hängt damit untrennbar zusammen. Herman Hesse ließ sich für kein Programm einspannen, seine Moral löst sich von den Zeitumständen. Das macht sie universell, aber auch angreifbar. Er ist kein "engagierter Dichter" im einfachen Sinne. In seiner Zwiespältigkeit steht Hermann Hesse nicht allein. Sein Zeitgenosse Thomas Mann hat in diesen Jahrzehnten ebenfalls vieldeutige und problematische Stellungnahmen abgegeben und damit bis heute auch viele Fragen aufgeworfen.
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"3satbuchzeit" diskutiert "Hermann Hesse und die Politik"
Die 3satbuchzeit: Hermann Hesse und die Politik (live in 3sat, Donnerstag, 11. März 2010, 21.00 Uhr) kommt von der "lit.COLOGNE" in Köln. Moderator Gert Scobel diskutiert mit Hesse-Herausgeber Volker Michels, Literaturhistoriker Hermann Kurzke und anderen Gästen über Hermann Hesse und die Politik. Der Schauspieler Ulrich Noethen liest aus ausgewählten Texten.













