Regionale Servicestation bietet schnelle Hilfen
In Alsdorf (Kreis Aachen) ist jetzt ein weiteres von landesweit acht Demenz-Service-Zentren offiziell eröffnet worden. An diese Beratungsstelle können sich Familienangehörige sowie medizinisches und pflegerisches Personal aus der Region Aachen/Eifel wenden, wenn sie Informationen für den Umgang mit demenzkranken Menschen benötigen. Außerdem unterstützt das Demenz-Service-Zentrum Interessierte beim Auf- und Ausbau spezieller Unterstützungsangebote für Demenzkranke und ihre Angehörigen.
Birgit Fischer, Ministerin für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen: "Die Betreuung von demenzkranken Menschen ist für Angehörige und Pflegepersonal ein Kraftakt, sie bringt die Betroffenen häufig an ihre physischen und psychischen Grenzen. Deshalb brauchen sie dringend unsere Unterstützung. In Nordrhein-Westfalen bauen wir daher regionale Servicezentren auf, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihnen bei Problemen und Fragen zur Seite stehen. Ich freue mich, dass die Verbraucherzentrale NRW jetz ein weiteres Service-Zentrum offiziell in Betrieb nimmt."Das Konzept ist ein Baustein der im NRW-Sozialministerium entwickelten "Landesinitiative Demenz". Die nordrhein-westfälische Landesregierung, die Stiftung für Wohlfahrtspflege NRW des Landes Nordrhein-Westfalen und die Pflegekassen stellen für diese Initiative rund 18 Millionen Euro – für innovative Projekte im Bereich der Pflege und Betreuung dementiell erkrankter Menschen – zur Verfügung.
Darüber hinaus hat das vom NRW-Sozialministerium beauftragte Versorgungsamt Düsseldorf landesweit bisher mehr als 400 niedrigschwellige Hilfeangebote – etwa von Selbsthilfegruppen – anerkannt, die insbesondere pflegende Angehörige entlasten sollen. Dazu gehören unter anderem auch Betreuungsgruppen für Demenzerkrankte.
Zum Hintergrund: Laut Presseinformation des Ministeriums leiden in Nordrhein-Westfalen derzeit insgesamt über 300.000 Menschen an demenziellen Erkrankungen. Von ihnen sind etwa 220.000 an einer mittelschweren oder schweren Demenz erkrankt. Deren Zahl wird sich bis 2020 voraussichtlich auf etwa 290.000 erhöhen. Derzeit haben mehr als die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner von nordrhein-westfälischen Pflegeheimen – rund 90.000 – ein entsprechendes Krankheitsbild. Fast 210.000 demenziell Erkrankte werden zu Hause versorgt.













