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Magazin-Bereich: Politik & Wirtschaft

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Pacht für ungenutzte Wiese

Von Bund der Steuerzahler

Löhne. Streng genommen ist Boris Becker die Ursache dafür, dass die Stadt Löhne seit 20 Jahren eine schlichte Wiese gepachtet hat und für diese ungenutzte Wiese bisher insgesamt 250.000 Euro gelöhnt hat. Beckers Tennis-Erfolge Ende der 80er Jahre sorgten nämlich auch in Löhne für einen sprunghaften Anstieg der Tennisspieler. „Da wird unser Tennisverein bestimmt sein Gelände erweitern wollen“, dachte sich der Stadtrat und pachtete vorsorglich jene Wiese neben der bestehenden Tennisanlage. Doch zu der Erweiterung ist es nicht gekommen und wird es nicht kommen. Der Pachtvertrag besteht aber noch – bis 2017. Um ihn vorzeitig aufzulösen, bedarf es der Zustimmung des Vertragspartners. Der möchte jedoch auf seine regelmäßige Einnahme nicht verzichten. Aktuell erhält er 16.000 Euro pro Jahr. Bis 2017 muss die Stadt also mindestens weitere 128.000 Euro zahlen. Doch auch dabei wird es nicht bleiben. Denn: Der Pachtvertrag enthält eine sogenannte Wertsicherungsklausel. Das heißt, die Pachtsumme wird jedes Jahr den Lebenshaltungskosten angepasst. Da diese regelmäßig steigen, wird auch die Pacht steigen. So wird Löhne am Ende etwa 400.000 Euro für eine Wiese löhnen, die nie genutzt wurde.


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