25.000 Karstadt-Beschäftigten können noch immer nicht aufatmen. Spätestens an diesem Sonntag hätte eigentlich der Kaufvertrag für die insolvente Warenhauskette durch den Investor Nicolas Berggruen unterzeichnet werden müssen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa ist diese Frist jedoch nicht einzuhalten. Berggruen verhandelt nach wie vor mit dem Highstreet-Konsortium über die Miet-Bedingungen der Warenhäuser. Der Gläubigerausschuss hatte mit dieser Entwicklung gerechnet und bereits am Donnerstag (05.08.10) einen sogenannten Vorratsbeschluss getroffen. Der willigt einer Verlängerung des Verfahrens zu. Damit geben die Gläubiger Berggruen mehr Zeit für die Verhandlungen. Um 24 Uhr soll der Vorratsbeschluss automatisch in Kraft treten. Dieser Beschluss versetzt den Insolvenzverwalter und das Essener Insolvenzgericht in die Lage, die Frist für die Unterzeichnung des Kaufvertrags am kommenden Dienstag (10.08.10) noch einmal zu verlängern. Kritik für die Verzögerung gab es von der Gewerkschaft Verdi. Die Vize-Chefin der Gewerkschaft, Margret Möne-Raane sagte in der Bild am Sonntag: "Jede weitere Verzögerung zerrt an den Nerven der Belegschaft".
Falls Berggruen bis Sonntag 24 Uhr vom Highstreet-Konsortium keine unterschriebenen Verträge mit verbesserten Miet-Konditionen in den Händen hält, kann er vom Kaufvertrag zurücktreten. Sollte er aber auch am Sonntag noch Chancen für eine Einigung sehen, könnte der Insolvenzverwalter eine weitere Frist erwirken.













