In der Woche des Ehrenamtes wird bekannt gegeben, dass die Steuereinnahmen in den nächsten Jahren um exorbitante Summen zurückgehen. Was die Kommunen betrifft, besteht die Gefahr, dass notwendige soziale Dienste und Dienstleistungen zurückgefahren werden. Die Idee, ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen könnten die Lücken füllen, ist zum Scheitern verurteilt.
Der Vorsitzende des Paritätischen Landesverband NRW e. V., Cord Wellhausen, beobachtet aus seiner 25-jähriger Erfahrung in konkreter und leitender Tätigkeit im Ehrenamt den bereits laufenden Prozess des Austausches professioneller Tätigkeit durch ehrenamtliches Tun mit großer Skepsis.
Er weiß als langjähriger Vorsitzender einer Elterinitiative um die wachsenden Belastungen der Erzieher/-innen in Tageseinrichtungen für Kinder. Insofern lässt sich die Streikandrohung bei den KiTas als Zeichen für ohnehin bestehende Überlastung erkennen. Kochmütter in Offenen Ganztagsschulen dürften ebenfalls nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Der angespannte Gesundheitssektor und Pflegebereich lässt sich ebenfalls nicht durch Ehrenamtler/-innen sanieren.
Der Paritätische LV NRW fordert Anerkennung und Respekt für das Ehrenamt und die Menschen, die ihre Zeit und ihre privaten Ressourcen einsetzen, um Kindern vorzulesen, Kranke zu besuchen, älteren Menschen im Alltag beizustehen und Sterbende zu trösten.
In allen Bereichen der sozialen Arbeit sind im Paritätischen NRW und seinen Mitgliedsorganisationen mehr als 300.000 Menschen Tag für Tag ehrenamtlich im Einsatz.













