Verbraucherzentrale: Lebensmittel mit Raucharomen meiden
Das Räuchern von Lebensmitteln mit natürlichem Rauch wird seit jeher als Methode zur Konservierung eingesetzt. Vor allem bei verderblichen Lebensmitteln wie Fisch und Fleisch wird das Verfahren angewendet, das den typischen Geschmack erzeugt. Allerdings werden Lebensmittel heute nur noch selten geräuchert. Der charakteristische Geschmack beruht dann auf Raucharomen, die durch technische Verfahren erzeugt werden.
"Wer die Zutatenliste auf der Verpackung beachtet, wird feststellen, dass Raucharomen auch dort zugesetzt wurden, wo man sie gar nicht vermuten würde", sagt Brigitte Ahrens, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale. So findet man sie nicht nur im Schinken, sondern auch in Lebensmitteln, die herkömmlicherweise nicht geräuchert werden, wie Suppen, Saucen, Würzen, Getränke und Snacks.
Seit Jahren bestehen Bedenken, dass einige von diesen Aromastoffen ebenso wie das traditionelle Räuchern gesundheitsschädlich sind (z. B. erbgutverändernd und krebsauslösend). Aktuell wird dies auch von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt.
Vorsorglich sollten neben geräucherten Lebensmitteln auch solche mit Raucharomen gemieden werden: Denn selbst wenn auf der Zutatenliste Raucharoma ausgewiesen ist, weiß der Verbraucher nicht, welche Aromen zum Einsatz kamen. Wer nicht auf seinen Schinken verzichten kann, sollte sicherheitshalber zumindest keine weiteren Lebensmittel mit Raucharoma verzehren.
Telefonische Beratung gibt es zum Thema auch am Verbrauchertelefon unter: 09001 79 79-05, montags von 10 bis 16 Uhr für 1,50 Euro/ Minute aus dem deutschen Festnetz – Mobilfunkpreise abweichend.













